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Acht Sekunden

Liebe kommt nicht zufällig - und noch weniger absichtlich

Liebe kommt nicht zufällig - und noch weniger absichtlich

Ich kenne eine bemerkenswerte Frau. In jungen Jahren heiratete sie und bekam mit ihrem Mann zwei Kinder. Ihr Mann kam ums Leben, als sie Anfang dreißig war. Ihre Schwiegermutter hatte sie in gewisser Weise darauf vorbereitet. Sie sagte, dass ihr Sohn schon immer sehr intensiv gelebt habe und sie glaube, damit rechnen zu müssen, dass er kein gewöhnliches Leben und Sterben haben werde. Nun war sie also Witwe. In ihrem Beruf, sie war Pflegedienstleiterin, wurden ihr viele Söhne ihrer alten Damen angetragen. Sie winkte immer ab. Sie war glücklich mit ihrem Mann gewesen. Sie hatte ihn sehr geliebt. So hatte sie nicht das Bedürfnis, einen neuen Mann haben zu müssen.

Die Jahre vergingen. Sie beobachtete ihre Freundinnen, die immer suchten. “Ich verstehe Euch nicht”, sagte sie. “Warum sucht ihr immer? Wenn es sein soll, wird es so kommen. Das ist ganz einfach. Sollte mir der richtige Mann begegnen, so werde ich es wissen und bereit sein.” Den Rest des Eintrags lesen. »

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Festplatte

comic_relief

Die Software überdauert unsere jetzige Existenz. Das beweisen auch die Erinnerungen, die wir aus anderen Leben mitbringen

Mir kam es gleich komisch vor. Mein dementer Vater war so ungewöhnlich aufgeschlossen gewesen, als er seine nachmittäglichen zwei Stunden in der Tagespflege verbrachte. Er bestritt die Fragen für das Kreuzworträtsel fast allein. Er fragte auch, wohin die Treppe führe. Mein Vater ist aber seit zwei Jahren blind, weil das Gehirn die Reize nicht mehr verarbeiten kann. Dann konnte er wohl auch nicht die Treppe meinen, die sich im Raum befand. Da müssen seine inneren Augen wohl etwas gesehen haben.

Das war aber erst der Beginn.

Es kam  noch viel toller. Am nächsten Morgen wurde er mit der Diagnose Austrocknung ins Krankenhaus eingeliefert. Den ganzen Vormittag sprach er nur französisch oder englisch. Er wühlte in großer Aufgeregtheit in seinem Bett und als neue Variante beschimpfte er jeden, besonders aber meine Mutter und auch uns Kinder. Jetzt sei Schluss mit diesem freundlichen Getue.Das gehe ihm auf die Nerven. Immer lieb sein, das wolle er auch überhaupt nicht mehr. Ganz dringend war sein Wunsch, zum Bahnhof zu gelangen und wir sollten ihm gefälligst und augenblicklich helfen. Unsere Beruhigungen, dass beispielsweise längst die Fahrkarte gekauft und auch eine Sitzplatzreservierung vorgenommen worden sei, halfen nichts. Er wurde immer erregter. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Es ist alles gut!

Und doch ist es so, dass in dieser Welt zwar einige Fäden zusammenlaufen - aber sie enden hier nicht.  Sie enden hier ebensowenig wie sie hier begonnen haben.

Und doch ist es so, dass in dieser Welt zwar einige Fäden zusammenlaufen - aber sie enden hier nicht. Sie enden hier ebensowenig wie sie hier begonnen haben.

Vier junge Männer sind glücklich.  Das Abitur ist in der Tasche.  Sie sind frei.  Viele Jahre büffeln liegen hinter ihnen.  Jetzt die Uni und dann der ganz große Wurf.  Die Sonne beißt in die Erde unter ihren Füßen, lässt alles flimmern und vibrieren und den Puls der vier Jungs schneller dröhnen.  Sie feiern in die Nacht, schauen der Sonne zu, wie sie hinter den Horizont kriecht und ihr Licht mit sich nimmt.  Mädchen, Bier, ein Baggersee.  Das Leben ist herrlich. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Sie ist weg …

meu mundo 448

Im Buch des Lebens leben viele Geschichten ...

Bitterkalter Wind, zehn Tage bis Weihnachten.  Die Turmuhr schlägt.  Reges Treiben, Kommen und Gehen.  Ich dränge mich an wartenden Müttern vorbei nach drinnen.  Unser Junge ist schon fertig angezogen.  Hinter mir hektische, polternde Schritte.  Auf dem Weg nach draußen wieder, jetzt in die andere Richtung.  Diesmal sind es zwei Leute.  Sie rennen wie von Furien gejagt.  Mein Blick folgt ihnen auf den Spielplatz und mein Gefühl schlägt Alarm.

„Warte mal kurz,“ sage ich zu meinem Jungen und folge ihnen auf den Spielplatz.

Leute bilden einen staunenden, hilflosen Kreis.  Ich dränge mich vorbei, suche nach dem Puls des kleinen Mädchens, das leblos weiß auf einer Bank liegt.  Kein Puls!  Kein Atmen!  Kein Herzschlag!

Ich nehme sie von der Bank auf einen Tisch.  Herzmassage.  Beatmen.  Immer im Wechsel.  Aber sie ist weg - schon gegangen. Nur ihr Körper ist geblieben.  Ich rede mit ihr.  Aber sie ist weg.  Sie kann mich nicht mehr hören.  Die Leute helfen, massieren die kleinen Beine, schieben das Blut zum Herz,  versuchen verzweifelt, es wieder anzukurbeln.  Aber sie ist weg - sie war schon weg als ich gekommen war. Den Rest des Eintrags lesen. »

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