Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei, die Gedanken sind frei.

Hätte sie sich je selbst aufgegeben, so hätte ihr Leben niemals so lange gedauert. Also muss es etwas gegeben haben, das sie am Leben hielt. Eine Idee, ein Traum?

Hätte sie sich je selbst aufgegeben, so hätte ihr Leben niemals so lange gedauert. Also muss es etwas gegeben haben, das sie am Leben hielt. Eine Idee, ein Traum?

Vermutlich haben Sie dieses Lied in der Schule auch gesungen. Diese Fassung stammt von Hoffmann von Fallersleben und gehört zu den Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert. Diese Idee lässt sich  über das Mittelalter bis in die Antike zurückverfolgen. Da gibt es ein Zitat von Cicero: “Liberae sunt nostrae cogitationes - Unsere Gedanken sind frei.”  Immer wieder war dies in Zeiten politischer Unterdrückung oder Gefährdung Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Und ich bin sicher, dass der Freiheitsdrang und Freiheitswille zum Menschen und Menschsein gehört.

Neulich war ich in Dresden. Diese Stadt profitiert heute wieder viel von ihrem großen Kurfürst und König von Polen, August des Starken, der im achtzehnten Jahrhundert dort glanzvoll Hof hielt. Er prägte ganz wesentlich das historische Stadtbild und sammelte unglaubliche Schätze, die heute noch in den grünen Gewölben besichtigt werden können. Er liebte die Darstellung seiner Macht und er liebte Frauen. Neben seiner offiziell angetrauten Ehefrau, mit der er seinen Thronfolger August den Schwachen  zeugte, hatte er unzählige Mätressen. Die berühmteste war die Gräfin Cosel, die Frau im Turm. Den Rest des Eintrags lesen. »

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