Archiv der Kategorie Wachtraum

Aufrichtig, mit Erlaubnis und großzügig.

Für mich sind Wachen und Schlafen zwei Teile eines Ganzen - und wir leben in beiden Welten gleichzeitig.

Für mich sind Wachen und Schlafen zwei Teile eines Ganzen - und wir leben in beiden Welten gleichzeitig.

Träume faszinieren mich, heute noch mehr als je zuvor. Ich staune darüber, wie (und wo) sie plötzlich auftauchen, wie sie sich entwickeln, wen sie beeinflussen und wie sie sich irgendwann wieder auflösen. Mich fasziniert, was in ihnen geschieht - und wie es geschieht. Ich unterscheide nicht zwischen Träumen der Nacht und dem, was passiert, wenn wir uns wach fühlen. Vielmehr glaube ich, dass das, was tagsüber geschieht, eine spezielle Form des Traums ist - eine sehr langsame und weitgehend sichere. Eine, in der wir Erfahrungen machen und über uns lernen können.

Ein Beispiel?

Gestern veröffentlichte ich einen Artikel zum Thema schwanger und alleine. Wie immer surfte ich zuerst durchs Web und recherchierte - und war erstaunt, wie häufig das vorkommt. Schließlich stieß ich auf ein Forum, in dem eine der Frauen die Frage aufgeworfen hatte, wie die anderen mit dieser Situation zurecht kämen.

Den Rest des Eintrags lesen. »

Tags: , , , ,

Menetekel

Glücklicherweise sind nicht alle Explosionen schlimm ...

Glücklicherweise sind nicht alle Explosionen schlimm ...

Ich habe bei Wikipedia geforscht.  Menetekel wird dort definiert als “eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils.” Dem babylonischen Regenten Belsazar erscheinen während eines Gastmahls  fremde Zeichen an der Wand.  Mene mene tekel u-pharsin. Der Prophet Daniel kann sie deuten. Gezählt, gezählt, gewogen und geteilt. Und dies ist die letzte Zeile eines Gedichts: …..”Belsazar ward noch in selber Nacht, von seinen Knechten umgebracht“.

Soviel zum Menetekel.

Letzte Woche wollte ich nach Spanien fliegen. Mein Mann brachte mich zum Flughafen nach Baden-Baden. Wir fuhren gerade auf dem Autobahnzubringer und schauten zwangsläufig in Richtung der Berge.

Nein, so etwas hatte ich noch nie gesehen!

Rund um einen Berg zeichneten die Wolken das Bild einer gigantischen Explosion. Mir stockte der Atem und ich brachte dieses Bild augenblicklich mit meinem bevorstehenden Flug in Verbindung. War das ein Menetekel? Hatte das etwas mit mir zu tun? Natürlich, denn ich war ja die Person, die diese Wolken, dieses Zeichen sah.  Während der Fahrt versuchte ich andauernd, dies in mein Leben einzuordnen.

Bedeutete es, dass etwas Gewaltsames in mein Leben treten könnte? War es eine Warnung, diesen Flug nicht anzutreten? War ich überdreht, wenn ich derartige Möglichkeiten ins Auge fasste? Oder war es schlicht eine zufällige Wolkenanordnung?

Wir fuhren weiter.

Angenommen, dies war wirklich eine Warnung für mich, was sollte ich tun? In Zwiesprache mit meinem Inneren oder meinem Selbst oder meinem Inneren Meister beschloss ich, mich vertrauensvoll in die Situation zu begeben. Na ja, ich versuchte es.

Etwa ein Kilometer vor unserem Ziel herrschte plötzlich  Nebel. Das ist ja nichts Ungewöhnliches in dieser Jahreszeit.  Wir parkten, ich checkte mein Gepäck ein und begab mich in den Warteraum.

“Also. lieber Gott, wenn ich hier nicht mitfliegen soll, dann müsste mir doch jetzt ein kleines Männchen was ins Ohr flüstern? Oder ich müsste eine Panikattacke bekommen oder ich könnte mir bei meinem nächsten Schritt den Fuss verstauchen oder gar brechen. Es gibt doch so viele Möglichkeiten! Ich könnte auch in meinen Tod fliegen oder ohne Zwischenfälle ankommen”.

Wie Sie bemerken, sitze ich heute hier am Computer.

Ich bin nicht mit dem Flugzeug abgestürzt. Der Flug wurde annulliert.

Tags: , , , ,