… denn sie säen nicht und sie ernten nicht, aber der Schöpfer erhält sie doch.

Wie ist das nun mit dem Säen und der Ernte? Können wir nur ernten, was zu irgend einem Zeitpunkt gesät worden  ist?

Wie ist das nun mit dem Säen und der Ernte? Können wir nur ernten, was zu irgend einem Zeitpunkt gesät worden ist?

Wie ist das nun mit dem Säen und der Ernte? Können wir nur ernten, was zu irgend einem Zeitpunkt gesät worden  ist? Müssen wir also die Ernte anderer Menschen einfahren? Müssen Nachkommen von  uns unsere Saat ernten?

Ja, so ist es ganz offensichtlich. Um das zu erkennen, müssen wir uns nur umschauen oder Zeitung lesen. Immer kann man dieses Prinzip wiederfinden

Was sagt mein Garten dazu?

Ich liebe es, zu beobachten, was in meinem Garten aufgeht. Ich trainiere oft meine Beobachtungs- und Erkenntnisfähigkeit an den kleinen Sämlingen. Es ist kaum zu glauben, wie sehr sie sich im ganz frühen Stadium bereits unterscheiden. In diesem Sommer entdeckte ich Sämlinge, die mir zwar bekannt vorkamen und die ich auch benennen konnte, aber nicht recht glauben wollte, dass sie in meinem Vorgarten keimen und  sprießen  sollten. Es waren kleine Fingerhutpflänzchen. Ich erinner mich sehr wohl, dass ich vor etwa 5 Jahren aus dem Wald eine Pflanze geholt hatte und sie in meinen Vorgarten gesetzt hatte. Sie war angewachsen und hatte auch geblüht, aber dann war sie verschwunden. Ich weiß, sie lebt nur 2 Jahre und dann müssen ihre Nachkommen ihren Platz einnehmen. Was war geschehen?

Die Samen ruhten in der Erde und warteten auf ihren Auftritt. War der Boden der Richtige? Bot er zum richtigen Zeitpunkt genügend Feuchtigkeit, Trockenheit und Wärme?

Und voila, dieses Jahr war das ihre. Allerdings muss man wissen, dass sie im ersten Jahr nur Blätter bilden und man muss sich hüten, sie als Unkraut zu entfernen. Ihre üppige Schönheit zeigen sie erst im zweiten Jahr und das Ende der Blüte ist dann auch schon ihr eigenes Ende. Sie leben durch ihre Kinder weiter.

So kann das sein mit dem Säen und mit dem Ernten.

Ich sorgte für die Saat, indem ich die Pflanze in meinen Garten holte und verursachte so die Produktion von Samen. Ich wusste aber nicht, dass die Samen keimfähig waren und blieben und vier Jahre später aufgingen. Ich musste sie erkennen, sonst hätte ich sie vielleicht schon ganz klein herausgerissen. Nun sitzen sie schön gewachsen in meinem Beet und warten auf das  nächste Jahr.

So symbolisch ist mein Garten.

Und die Vöglein unter dem Himmel, die der Schöpfer doch erhält? Sie leben tatsächlich, ohne gesät zu haben. Für mich gehören sie zu dem großen Feld Natur. Alles ist da verbunden und verwoben und lebt in einem perfekten Gleichgewicht, das immer wieder auch nach natürlichen Störungen zu einem neuen Gleichgewicht findet.   - Solange der Mensch sich nicht einmischt.