Da fliegen die gebratenen Tauben durch die Luft - da fließen Milch und Honig  - da gibt es Freiheit!

Da fliegen die gebratenen Tauben durch die Luft - da fließen Milch und Honig - da gibt es Freiheit!

Da fliegen die gebratenen Tauben durch die Luft - da fließen Milch und Honig  - da gibt es Freiheit!

Vermutlich hat jeder eine andere Vorstellung vom Land seiner Träume, aber ich bin sicher, jeder hat so ein Bild , einen Traum von einem Platz, Ort, an dem sich Verhältnisse, Umstände, Gegebenheiten zu einem wunderbaren Ganzen fügen.

Es fing so an.

Unsere Heizung verliert seit geraumer Zeit etwas Wasser. Nicht zu viel, aber es ist halt ärgerlich und einfach nicht in Ordnung. Nicht zum ersten Mal trugen wir dieses Problem unserem Installateur vor. Jedesmal nahm er sich der Unstimmigkeit an und versuchte sich -für mich sehr erstaunlich- in preiswerten, nein, billigen Lösungen. Ich verstehe mich recht gut mit ihm und komme leicht ins Gespräch. Er ist ein freundlicher, schon etwas älterer Mann mit einem offenen Blick. Trotzdem hielt ich nicht die allergrößten Stücke auf ihn, weil er mich in Sachen Energieberatung irritierend beraten hatte. Ich wollte beim Bau unseres Hauses vor einigen Jahren unbedingt eine Fotovoltaikanlage oder zumindest eine Solaranlage aufs Dach. Er aber argumentierte, dass sich das gar nicht lohne und wenn sich die Anlage in zig Jahren schließlich amortisiert habe, sie selbst am Ende sei, oder schon zuvor.  Na, so was! Wo doch jeder einigermaßen umweltfreundlich denkende Mensch die Welt wenigstens auf diese Art zu retten versuchte. Und das sollte ein Energieberater sein!

Ich hatte also ihm gegenüber so meine kleinen Vorbehalte.

Nun grübelte er erneut über unsere tropfende Heizung nach und nebenbei fragte ich ihn höflich nach seinen Erlebnissen in den USA. Ich erfuhr, dass er dort Verwandtschaft habe, (Habe ich auch) dass er dort drei Schwestern habe, (habe dort nur eine) - sei ja bemerkenswert, wieso drei und warum alle nach USA ausgewandert? -  Ja, natürlich, die Schwestern stammen aus anderen Verbindungen.

Idaho -? (Wo ist das bloß noch mal?).

Obwohl er sich des Heizungsproblems weiterhin annahm und wir höflich plauderten, war plötzlich etwas Neues im Raum. Das konnte ich spüren.

Er wolle sich dort ein Haus kaufen. (Da, -  jetzt hatte er ein bisschen seine Türe geöffnet.) Ja, ein Haus, -  dort sei die Gegend  noch wenig besiedelt und er wolle Land bebauen, Tiere halten… mal sehen. (Ich sah auch gleich ein wunderbares, großzügiges Haus mit diesem überdimensionelen Land drumherum. Phantastisch!)

Ich liebe Romantik, aber auch die Realitäten. “Und was sagt Ihre Familie dazu? Ihre Kinder?”

Wieder sagte er so fast nebenbei, dass er sein Geschäft schon vor zwei Jahren seinem Sohn überschrieben habe. Und seine Tochter…..Ja, die habe in einer Beziehung gelebt und sei dann schwanger geworden und dann sei die Beziehung auseinandergegangen. Ja, und dann habe eben ein Abbruch im Raum gestanden, aber seine Frau habe gesagt, dass sie ihr helfen würden, das Kind aufzuziehen.

Und stellen Sie sich vor, das Kind lebt jetzt fast nur bei uns.”

Und Amerika? und das Haus? und das neue Leben?

Die Antwort gaben wir beide gleichzeitig.

“Wir nehmen es mit.”

Da stand er und strahlte, hatte inzwischen herausgefunden, dass wir doch ein Ersatzteil brauchten, erzählte vom Kindergarten, in den das Kind ja gehen würde und über den man viele Kontakte bekommen könne, von dem  Familienverband  seiner Schwestern in Idaho, und dass er vor fünfzehn Jahren englisch gelernt habe und einen Jagdschein habe.

So ein Geschenk!

Er hatte er mich in seine  Wunder-Traumwelt blicken lassen, mich an seinem Gefühl ein wenig teilhaben lassen und mir so nebenbei eine Lektion  im Traum leben gegeben.

Man muss sich gar nicht immer zuerst durch die dicke Wand aus Grießbrei essen, um zu seinem Traumland zu kommen -oder doch?